Call for Papers

Einsendeschluss für Exposés war der 14. Mai 2014.

Intensiv und ausführlich wie lange nicht mehr wird derzeit die gesellschaftliche und politische Funktion der Kunst neu justiert. Die Brisanz des "Falles Gurlitt" wird dabei ebenso tagtäglich debattiert wie das Thema der Fälschungen oder die Relevanz all dessen, was wir im Nachgang zum iconic turn als Aufwertung des Kunstwerkes oder der Bilder an sich bezeichnen könnten. Nicht zuletzt aufgrund solcher vielfältiger Debatten haben es sich der Verband Deutscher Kunsthistoriker e. V. und das Institut für Kunstgeschichte der Johannes Gutenberg-Universität Mainz als gemeinsame Veranstalter des nächsten Kunsthistorikertages zur Aufgabe gemacht, den "Wert der Kunst" in den Mittelpunkt seines mehrtägigen Kongresses zu stellen.

Während des Kunsthistorikertages sollen insbesondere solche Forschungsaktivitäten im Mittelpunkt stehen, die den aktuellen gesellschaftlichen und politischen Status des Faches Kunstgeschichte, aber auch den seiner Objekte und Institutionen reflektieren. Die verschiedenen inhaltlichen Schwerpunkte der Programmsektionen belegen dabei anschaulich, wie sich die Frage nach den Werten und Bewertungen in einer Fülle von Aspekten und aktuellen wissenschaftlichen Diskursen der verschiedenen kunsthistorischen Berufsgruppen widerspiegelt. Entsprechend wurden solche Sektionen gewählt, die kunsthistorisch tradierte Formen und Kontexte ganz neu in den Blick nehmen: das Gold, die Kirche oder die Hofkunst. Davon ausgehend wird sich in weiteren Sektionen der Wertefrage für unsere eigene Gegenwart gestellt. In einer Zeit, in der etwa die Museen und ihre bildungspolitische und kulturbewahrende Aufgabe nicht mehr selbstverständlich gesellschaftliche Akzeptanz genießen, stellt sich diese Frage nach dem Wert der Kunst mit zunehmender Schärfe. Deshalb werden die Sektionen aus der Perspektive der Gegenwart danach fragen, wie sich der Wert der Kunst, aber auch generell das Medium Bild in Museen, in Kirchen, in den Kulturlandschaften, aber auch in anderen Disziplinen wie den Neurowissenschaften neu formuliert.

Nach der Sektionsausschreibung im Herbst 2013 sind nun interessierte Kolleginnen und Kollegen herzlich dazu aufgefordert, ihr Exposé (1–2 Seiten) für Einzelvorträge in den einzelnen Sektionen an die Geschäftsstelle des VDK zu senden. Die Auswahl der Vorschläge (pro Sektion sind fünf 30-minütige Vorträge möglich) nehmen die Sektionsleiter/-innen und die Vorstandsmitglieder in gemeinsamer Sitzung vor.

Einen Überblick über die 12 Sektionen finden Sie hier.

 

Call for Papers (deutsch, PDF-Version)

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